PC-Kauf: Klappe auf, die Dritte
Liebe Leserin, lieber Leser,
alter PC kaputt, neuer gekauft, und loslegen. Schön wär’s, aber halt: Vorher muss der neue PC richtig startklar gemacht werden. Und es ist erstaunlich, was alles noch zu tun ist, bis ein nagelneuer PC läuft, wie er soll.
Das wurde mir mal wieder bewusst, als ich das neue Notebook für meinen Vater einrichtete. Zuallererst passte ich die Netzwerkeinstellungen so an, dass eine Verbindung mit dem Internet möglich ist. Denn für den zweiten Schritt lautet die Devise: „Windows aktualisieren“.
Vielleicht wundern Sie sich, wie es sein kann, dass ein neuer PC erst einmal aktualisiert werden muss. Ganz einfach: Bis ein Desktop-PC oder Notebook beim Kunden auf dem Schreibtisch steht, können Wochen vergehen. Ein günstig erworbenes Auslaufmodell lagerte womöglich Monate beim Händler, bevor Sie es aus dem Dornröschenschlaf erweckten.
Für das Windows-Update wurden mehrere Hundert Megabyte von der Microsoft-Homepage heruntergeladen. Randbemerkung: Bei Computern von Apple läuft das übrigens auch nicht anders, wie wir neulich in der Redaktion feststellten. Beim Windows-Update reicht meistens nicht ein einziges Update. Sondern nach der ersten folgt eine zweite Update-Runde, manchmal ist sogar noch eine dritte nötig.
Auf dem jetzt topaktuellen Windows 8 wollte ich nun das Antiviren-Programm meiner Wahl installieren. Online kaufte ich daher Kaspersky Internet Security 2013 für rund 30 Euro, lud die Installationsdatei auf das Notebook herunter und begann mit dem Installieren. Zwischendurch bemerkte das Installationsprogramm, dass bereits ein anderes Antiviren-Programm installiert war und fragte, ob es dieses deinstallierten darf. Durfte es, wobei ich von Hand eingreifen musste. Nach einem Neustart des Notebooks war die Installation zwar abgeschlossen. Allerdings bemerkte das Antiviren-Programm beim ersten Update, dass es eine neuere Programmversion gibt – also habe ich erneut eine mehr als hundert Megabyte große Datei heruntergeladen und nachinstalliert.
Danach deinstallierte ich in Rücksprache mit meinem Vater diverse vorinstallierte Programme, die er sowieso nie nutzen wird. Umgekehrt installierte ich Programme, mit denen er arbeiten möchte: Picasa, Photoshop Elements, Office 2010, Adobe Reader, Adobe Flash Player und VLC Player, um die wichtigsten zu nennen. Nun prüfte ich für alle frisch installierten Programme, ob noch Updates verfügbar waren, was natürlich zutraf.
Die ganze Arbeit vollbrachte ich während zwei Tagen neben meiner normalen Arbeit. Ich hatte das Notebook dazu auf meinen Schreibtisch gestellt, und absolvierte die einzelnen Schritte nach und nach. Am Stück dran zu bleiben, nervt in diesem Fall sowieso, da beim Downloaden und Installieren immer wieder mal längere Wartezeit anfällt.
Außer dem Nacharbeiten an der Software haben wir übrigens auch noch bei der Hardware nachgelegt, um das Notebook startklar zu machen. So musste der mitgelieferte zweite Speicherriegel noch eingebaut werden. Dank guter Anleitung bei Lenovo war das kein Problem.
Für den sicheren Transport suchte ich online nach einer Neoprentasche, die auch ein Fach für das Stromkabel und Netzteil bietet. Letztlich erwarb ich ein Produkt von HP. Außerdem bestellte ich zwei externe 2,5-Zoll-USB-Festplatten. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bot ein USB-3.0-Modell von Toshiba mit 1 Terabyte. Hier wird mein Vater künftig wöchentlich eine Sicherung von seinem PC anlegen.
Erstaunlich ist also nicht nur, welche Arbeit ein PC noch braucht, bis er „rund läuft“. Die nötigen zusätzlichen Anschaffungen summieren sich ebenfalls in ansehnlicher Weise: Zwei Sicherungsfestplatten für insgesamt 160 Euro, Office Home and Student 2010 für 100 Euro, eine Jahreslizenz des Antiviren-Programms für 20 Euro (Download-Version) und Neoprenhülle für 20 Euro machen zusammen immerhin 300 Euro! Glücklicherweise sind all diese Zusatz-Anschaffungen nicht immer erforderlich. Etwa, wenn Software-Lizenzen oder externe USB-Festplatten schon vorhanden sind.
Fazit: Bevor ein neuer PC so richtig Freude machen kann, ist er startklar zu machen. Dazu ist die Software auf Vordermann zu bringen (Aktualisierung, Deinstallationen, neue Installationen). Und es gesellen sich im Einzelfall zum Anschaffungspreis zusätzliche Kosten, die auch mal die Hälfte des PC-Preises erreichen können, wie unser Beispiel zeigt. Doch lieber am Anfang einmal alles richtig machen, dann wird der Spaß von Dauer sein – auch, und für den Fall eines Festplattenschadens haben wir diesmal gut vorgesorgt. (wsc)
Mit den besten Grüßen aus unserer Redaktion
Dr. Wolfgang Scheide (wsc)
Dipl.-Ing.(FH) Markus Hahner (mha)
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sunny78